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Alles Gute für Ihr Pferd.

Die Cross Methode – Schiefentherapie für Reiter

Hören Sie öfter von Ihrem Reitlehrer oder Mitreitern, dass Sie schief auf dem Pferd sitzen? Scheint bei Ihnen immer ein Hosenbein länger als das andere? Verrutscht Ihr T-Shirt immer auf magische Weise zu einer Seite? Egal was Sie versuchen, keine Korrekturmaßnahme hat bisher dauerhaft Erfolg gehabt? Dann könnte die Ursache eine Fehlstellung Ihres Beckens oder eine Beinlängendifferenz sein.

Steht das Becken des Menschen dauerhaft schief, löst das eine ganze Reihe von Reaktionen aus. Als erstes verkürzt sich durch die Beckenverwringung ein Bein, was den ganzen Körper in Schräglage bringt. Die Wirbelsäule krümmt sich, um das auszugleichen und den Körper aufrecht zu halten. Die Muskeln sind diese Art der Belastung nicht gewöhnt und verkrampfen, halten den Körper dauerhaft in dieser Position. Die Folge sind unter anderem Nacken- und Kopfschmerzen, Verspannungen im Rücken, den Schultern und im Kiefergelenk. Auch Probleme mit dem Kreuzdarmbein-Gelenk, der Achillesssehne, Hüfte und Knie, sowie Blockaden im Brust- und Halswirbelbereich oder Ohrgeräusche (Tinitus) können die Folge sein.

Kurz gesagt gilt: Ist das Becken schief, ist der ganze Mensch schief. Und da der Reiter bekanntlich das Pferd formt, kann so ein Ungleichgewicht auch negative Auswirkungen auf Ihren Vierbeinigen Begleiter haben. Sollten Sie also keine oder nur geringe Beschwerden haben, aber ihr Pferd eine stark ausgeprägte „schlechte“ Seite oder gar auch einen Beckenschiefstand, könnte auch das an Ihrem schiefen Becken liegen.

Die Cross-Methode sowie die zugehörige Therapie hilft, diese Probleme zu erkennen und dauerhaft zu lösen. Sie wurden von der Physiotherapeutin Lilo Cross aus Bückeburg entwickelt. Sie forschte, dokumentierte, vermaß viele tausend Fälle und legte ein großes Archiv zum Thema „Beckenschiefstand“ und dessen Folgen an. Daraus entwickelte Sie ein funktionelles Konzept, um Beckenfehlstellungen und die daraus entstehenden Folgen für die Körperstatik festzustellen und soweit möglich die Beckenfehlstellung zu korrigieren. Um das zu erreichen, muss der Körper neue Bewegungsmuster lernen und die alten, falschen Muster ablegen.

Zu Beginn der Therapie gilt es heraus zu finden, ob eine Fehlstellung der Beckenschaufeln besteht und ob das Ursache für eine sogenannte funktionelle Beinlängendifferenz ist. Im Unterschied zur anatomischen Beinlängendifferenz sind hierbei nicht die Beinknochen unterschiedlich lang, sondern die Beine unterschiedlich hoch “aufgehängt”, da das Becken schief steht. Ist das der Fall, kann man das Becken wieder zentrieren, also gerade rücken. Dadurch wird der gesamte Körper wieder beweglicher, belastbarer und die Schmerzen lassen nach. Die Gelenke könne wieder normal arbeiten und werden nicht weiter durch die Fehlbelastung geschädigt.

Das ist allerdings nicht “mal so eben” mit einmal Einrenken getan. Die meistenBeckenfehlstellungen bestehen seit längerer Zeit und Bindegewebe und Muskulatur haben sich entsprechend angepasst. Das bedeutet: Nach erfolgter Korrektur muss eine „Reorganisation“ von Bindegewebe und Muskulatur erfolgen, um nicht ganz schnell in die alten Fehlstellungen zurück zu fallen. Dafür gibt es spezielle Übungen, die Sie erlernen und über längere Zeit eigenständig durchführen müssen.

Dieser Text soll nur als grobe Einführung dienen. Ob Sie eine Beckenfehlstellung haben und dies Ursache Ihrer Probleme ist, untersuche ich sehr genau.

Die Untersuchung beinhaltet in der Regel das Vermessen des Beckens mit einem sogenannten Acromiopelvimeter, eine Balancemessung mittels zwei Digitalwagen, die Analyse der Fußabdrücke mit Hilfe von Trittschaum und einer Funktionsanalyse mittels manueller Untersuchungstechniken.