Zur Zeit habe ich die Möglichkeit Ihnen 40 verschiedene Gebissarten in unterschiedlichen Größen (vom Shetlandpony bis zum Kaltblut) zur Verfügung zu stellen. Des weiteren stehen Ihnen auch verschiedene gebisslose Zäumungen zur Auswahl.
Ich biete Ihnen den Verleih der Gebisse für eine Woche kostenlos an. Allerdings ist diese nur nach vorheriger Beratung und Kontrolle Ihres alten Gebisses möglich, diese kostet Sie einmalig 20 Euro (siehe Preisliste). Eine längere Leihfrist ist nach Absprache möglich. Nach Ablauf der Frist geben sie das Gebiss gereinigt persönlich an mich zurück, oder schicken es als versichertes Paket mit Hermes (Paketklasse S = 4 Euro).
Wieso mir eine Beratung vor dem Verleih eines Gebisses so wichtig ist:
Es gibt sehr viele verschiedene Gebisse, mit ebenso vielen verschiedenen Einwirkungen auf das Pferdemaul.
Wichtig ist, dass das Gebiss auf das Alter des Pferdes, auf die Verwendung und vor allem auf die Reiterhand abgestimmt ist.
Jedes Gebiss ist nur so hart wie die Reiterhand die es führt!
Es gibt kaum Mördergebisse sondern nur Mörderhände! Je schärfer das Gebiss ist, um so feinfühliger reagiert das Pferd, und um so sanfter und genauer muss die Reiterhand sein.
Es kann sein, dass man in einem Pferdeleben das Gebiss ein paar mal wechseln muss, da sich die Sensibilität des Pferdes und die Ausbildung des Pferdes & die des Reiters laufend ändert. Weder Pferd noch Reiter haben in ihrem ganzen Leben je ausgelernt.
Es lohnt sich also etwas Zeit zu investieren, um nach dem idealen Gebiss für sein Pferd zu suchen. Denn von Natur aus wollen Pferde gar keines, daher sollten wir versuchen, es Ihnen so angenehm wie möglich zu machen.
Was ist Wichtig bei der Wahl eines bestimmten Gebisses?
- der gute Zustand des Pferdemauls
- die Maulwinkel dürfen nicht wund sein
- Hakenbildung oder scharfe Ecken an den Zähnen sowie Zahnschmerzen erfordern das Hinzuziehen eines Tierarztes
- Gebisse mit großer Zungenfreiheit sind für manche Gaumenformen ungeeignet
- ein guter Zustand des Gebisses
- passend zum Ausbildungsstand des Pferdes und den körperlichen Fähigkeiten (Muskulatur und Gelenkigkeit) des Pferdes.
- die passende Größe (siehe dazu auch die Beschreibung “Anpassen des Gebisses”)
Anpassen des Gebisses:
Das Gebiss bildet mit den Zügeln zusammen, das Bindeglied zwischen Pferdemaul und Reiterhand.
Kaum ein anderes Tier außer dem Pferd kann ein Mundstück tragen. Das Pferd besitzt eine Lücke zwischen seinen Schneidezähnen und den Backenzähnen, in der das Gebiss zwischen den Schleimhäuten der Laden bzw. der darüber gebreiteten polsternden Zunge aufliegen kann. Hengste, Wallache und manche Stuten weisen jedoch in der Mitte dieser Lücke oben und unten je ein Paar einzelner, kleiner hakenförmiger Zähne auf, die sog. Hengstzähne. Es ist verständlich dass ein Pferd es als unangenehm empfindet, wenn ein metallenes Gebiss an diese oder die Backenzähne anschlägt.
Das Mundstück muss daher immer exakt in der Lücke dazwischen positioniert sein. Als Grundregel gilt, dass die Maulspalte im Winkel zwei kleine Falten bilden sollte, wenn das Gebiss eingeschnallt ist. Bei Pferden mit kurzer Maulspalte entstehen bei korrekter Positionierung teilweise auch deutlichere Falten. Dies ist zu akzeptieren, wenn nur so sichergestellt werden kann, dass das Gebiss nicht an die vorderen Zähne schlägt. Die korrekte Lage des Gebisses ist regelmäßig zu kontrollieren, vor allem, wenn sich das Pferd beim Reiten gegen die Einwirkung der Zügel wehrt.
Entscheidend für das Wohlbefinden des Pferdes ist auch die passende Gebissbreite. Zu kleine Gebisse zwicken in den Maulwinkeln und können Wunden verursachen. Zu große Gebisse verkannten sich, liegen unruhig oder rutschen sogar halb aus dem Maul.
Ist das Gebiss in der richtigen Höhe verschnallt, sollte es links und rechts jeweils ungefähr 0,5 cm breiter sein als das Maul des Pferdes. Trensen müssen zu dieser Überprüfung an den Ringen auseinander gezogen werden, da sie durch das mittlere Gelenk meist kürzer erscheinen.
Neben der Lage und der Breite eines Gebisses sowie der zum jeweiligen Pferd individuell passenden Dicke, sollte auch auf die Qualität und die Verarbeitung des Materials geachtet werden. Bei Trensen sollte der Reiter seine Aufmerksamkeit besonders auf die Stelle richten, an der der Ring durch den Gebissteil gleitet. Bei billigen Gebissen finden sich hier oft scharfe Kanten, aber auch qualitativ hochwertige Gebisse schlagen nach einiger Zeit aus und müssen rechtzeitig ersetzt werden.